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MCT-Fette in der ketogenen Diät

Zu den anerkannte Indikationen für ketogene Diäten zählen sogenannte pharmakoresistente Epilepsie sowie seltene Defekte wie der Glut1-Defekt und der PDH-Mangel.

Definition und Wirkungsweise

Bei der ketogenen Diät (Kurz: KD) handelt es sich um eine fettreiche, streng kohlenhydratlimitierte, protein- und energiebilanzierte Kostform.
Sie ist eine Imitation des Fastenzustandes, in dem der Körper seine Energie vorwiegend aus der Verstoffwechselung von Fett, den sogenannten Ketonkörpern, bezieht.
Man spricht bei diesem Zustand von einer Ketose

Bereits in den 20er Jahren stellte man fest, dass diese Ernährungsweise einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf von Epilepsiepatienten hat.
Heute gilt die ketogene Diät als anerkannte Therapiemöglichkeit bei Epilepsiebetroffenen, die nicht auf die Behandlung mit Medikamenten ansprechen (die sogenannte pharmakoresistente Epilepsie).

Formen der ketogenen Diät:

Man unterscheidet zwischen unterschiedlichen Formen der ketogenen Diät, wobei der ketogene Quotient die ausschlaggebende Rolle spielt.
Dieser Quotient bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Fett und Kohlenhydraten bzw. Eiweiß.

  • In der klassischen KD wird ein Verhältnis von 4:1 bzw. 3:1 mit Hilfe eines Berechnungsprogramms festgelegt.
  • Bei der Modifizierten Atkins Diät (MAD) wird die Aufnahme der Kohlenhydrate pro Tag auf anfänglich 10 g bei Kindern und 15 – 20 g bei Erwachsenen reduziert und mit ca. 60 % der Tagesenergiemenge in Form von Fett kombiniert.
  • Das Low Glycemic Index Treatment (LGIT) arbeitet mit einem 1:1 Verhältnis, welches nicht berechnet wird. Bei dem LGIT werden Nahrungsmittel mit einem niedrigen glykämischen Index unter 50 eingesetzt, wobei die Kohlenhydratzufuhr zwischen 40-60g pro Tag liegt und einen hohen Ballaststoffanteil haben sollte.
    Die empfohlene Fettzufuhr sollte 60% der Tagesenergiemenge entsprechen, die Eiweißzufuhr reduziert werden.
  • MCT-Fette weisen eine höhere Ketogenität als herkömmliche LCT-Fette auf, d.h. aus der gleichen Menge Fett werden mehr Ketonkörper gebildet. Daraus entwickelte sich die MCT-Diät, die sich aus 60 % MCT – Fett, 10 % LCT-Fett, 10% Protein und 20 % Kohlenhydraten zusammensetzt.
    Die KD und die MAD können durch einen hohen Anteil an MCT-Fett in ihrer ketogenen Wirkung verstärkt werden.

Ketogene Diät bei Epilepsie

Pharmakoresistenten Epilepsie

Bei den Epilepsie-Patienten, deren Anfälle nicht durch Antiepileptika unter Kontrolle gebracht werden können, spricht man von einer pharmakoresistenten Epilepsie.
Basierend auf Beobachtungen, dass sich Hungern bei vielen Epilepsiepatienten günstig auf die Anfallssituation auswirkt, wurde die ketogene Diät bereits vor 90 Jahren in der Epilepsie-Behandlung eingesetzt.

Der Wirkmechanismus der KD bei Epilepsie ist nur teilweise bekannt. Etwa ein Drittel der behandelten Epilepsiepatienten wird unter einer KD anfallsfrei, etwa ein weiteres Drittel zeigt eine deutliche Reduktion der Anfälle um mindestens 50 %.
Die nachgewiesenermaßen beste Wirksamkeit der KD besteht im Alter zwischen zwei und fünf Jahren.
Der Erfolg der Therapie im Sinne einer Anfallsreduktion kann nach etwa vier bis acht Wochen beurteilt werden.
Die Diät soll normalerweise zwei Jahre lang durchgeführt werden. Danach sollte ein schrittweises Absetzen erfolgen.

Vorteile von MCT-Fetten in der ketogenen Diät

  • MCT-Fette werden zur Energiegewinnung schneller und unkomplizierter (ohne Carnitin als Transportmolekül) in der Leber abgebaut als LCT-Fette.
  • MCT-Fette haben einen geringeren Brennwert als LCT-Fette (MCT: 8,3 kcal/g; LCT: 9,2 kcal/g).
  • MCT-Fette sind ketogener als herkömmliche Fette (bei gleicher Menge Fett werden mehr Ketonkörper gebildet).
  • Die Produkte von Kanso bestehen überwiegend aus C8- und C10-Fettsäuren und haben antikonvulsive Eigenschaften, denn C10-Fettsäuren weisen eine anfallsreduzierende Wirkung auf (Chang et al. 2016, Brain Journal of Neurology).

Hinweis: Diese Artikel dient rein informativen Zwecken und ersetzen keines Falls eine individuelle medizinische und diätetische Beratung.

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