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Wie streng muss die Fetteinschränkung in der Nahrung sein?

Die erforderliche Fetteinschränkung wird individuell für jeden Patienten bestimmt. Je nach Art und Ausprägung des Enzymdefekts wird eine gemäßigte oder strenge Fettreduktion empfohlen. Es gibt aber auch Abstufungen dazwischen.

Gemäßigte Fetteinschränkung

Viele Lebensmittel sind von Natur aus fettarm. Dazu gehören, bis auf wenige Ausnahmen, Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Getreideprodukte und Getränke.
Solange der Fettgehalt durch die Verarbeitung dieser Lebensmittel nicht erhöht wird (sogenannte versteckte Fette), können diese Lebensmittel unbegrenzt gegessen werden. Dies wird am Beispiel der Kartoffel deutlich: Die Kartoffel selbst hat kein Fett. Daraus können Salzkartoffeln, Pellkartoffeln oder Knödel hergestellt werden.
Bei Bratkartoffeln, Pommes frites oder Chips wird bei der Zubereitung eine große Menge Fett dazugegeben, von den Kartoffeln aufgenommen und deshalb auch gegessen.

Auf sehr fettreiche Lebensmittel, wie z.B. Butter, Sahne, Speck, fettreichen Fisch oder Schokolade wird verzichtet.
Bei fetthaltigen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Wurst, Milch, Käse, Fertigprodukten und Süßwaren wird durch Auswahl geeigneter Produkte der Fettgehalt in der Nahrung reduziert.
Viele dieser Lebensmittel können in fettarmen Varianten gegessen werden. So wird z.B. die Vollmilch mit 3,5% Fett durch fettarme Milch mit 1,5% Fett ersetzt.
Durch die Einschränkung der Fettmenge ist die Ernährung auch kalorienärmer. Ein Ausgleich wird durch MCT-Fett erzielt. MCT-Fett wird nach Absprache mit Ihrem Behandlungsteam in unterschiedlichen Mengen in der täglichen Ernährung eingesetzt.
Außerdem muss die Zufuhr essentieller Fettsäuren beachtet werden.
 

Strenge Fettreduktion

Die Therapie baut auf der gemäßigten Therapie auf.
Fetthaltige Lebensmittel werden aber noch mehr eingeschränkt. Genau wie bei der gemäßigten Therapie können alle Lebensmittel, die von Natur aus fettarm sind, unbegrenzt verzehrt werden. Bei fetthaltigen Lebensmitteln wird aber auf sehr fettarme Varianten zurückgegriffen.
Vollmilch mit 3,5% Fett wird durch entrahmte Milch mit 0,3% Fett ersetzt. Bei Fleisch sind Filet, Tatar oder Huhn ohne Haut möglich.
Bei der strengen Fettreduktion ist der Einsatz von MCT-Fett ein notwendiger ergänzender Bestandteil der Therapie. MCT-Fett liefert wichtige Energie, die ohne Probleme vom Körper genutzt werden kann. Die genauen Mengen für Ihr Kind werden vom behandelnden Stoffwechselteam festgelegt. Die Diätassistentin / Ernährungsberaterin überprüft die Zufuhr essentieller Fettsäuren und empfiehlt bei Bedarf geeignete Produkte.
 

Wie kann Fett in der Ernährung reduziert werden?

Eine einfache Möglichkeit Fett einzusparen ist sichtbares Fett wie z.B. den Fettrand beim Fleisch zu entfernen. Viele fettreiche Lebensmittel können durch fettärmere ausgetauscht werden, sodass auf sie nicht ganz verzichtet werden muss. Andere Lebensmittel, wie Obst, Gemüse, Kartoffeln oder Reis sind von Natur aus fettarm bzw. fettfrei.
Auf verpackten Lebensmitteln steht der Fettgehalt in der Nährwertanalyse. Dies ist eine Hilfe bei der Auswahl von Produkten.
Einige Lebensmittel aus der Familienkost müssen durch fettarme oder MCT-haltige Alternativen ausgetauscht werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient rein informativen Zwecken und ersetzen keines Falls eine individuelle medizinische und diätetische Beratung.

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